Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Rosa Parks übernimmt Verantwortung: Die Collage besteht aus einer Zeichnung von Rosa Parks, einem Bus, und vielen Menschen.© Gettyimages: innovatedcaptures (Körper Frau mit Kleid), Tramino (Bus), desifoto (Hintergrund), mmac72 (Kopfsteinpflaster), Michael Blann (wartende Menschen)

Mut zum Sitzenbleiben

Manchmal muss man Mut haben, um aufzustehen gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Rosa Parks musste Mut haben, um sitzen zu bleiben. Die Afroamerikanerin Parks wurde 1913 im südlichen US-Bundesstaat Alabama geboren. Rassismus gegen Afroamerikaner gehörte damals zum Alltag – und das sogar gesetzlich verankert: Die Rassentrennung war vor allem im Süden der USA stark ausgeprägt. Es gab Parkbänke, auf denen groß „Whites only“ prangte: nur für Weiße. Die Schulen waren genauso nach Rassen getrennt wie die Warteräume beim Arzt und die öffentlichen Toiletten. In Parks’ Wohnort Montgomery waren die vorderen Reihen des Busses den Weißen vorbehalten. Sollten diese Plätze mal besetzt sein und ein weiterer Weißer stieg ein, mussten die Afroamerikaner eine komplette Reihe für ihn räumen.

Rosa Parks war eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin. 1955 wurde sie festgenommen, weil sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen.

So geschah es auch am 1. Dezember 1955: Ein weißer Fahrgast stieg in den Bus und verlangte einen Sitzplatz in der Reihe, in der Rosa Parks saß. Alle standen auf – nur Parks nicht. Der Busfahrer rief daraufhin die Polizei, die Parks verhaftete. Im Gerichtsverfahren wurde sie zu einer Geldstrafe und zur Zahlung der Prozesskosten verurteilt. Daraufhin rollte eine Protestwelle durch den Ort – und später durchs ganze Land. Angeführt wurde der Protest vom damals noch unbekannten Baptistenprediger Martin Luther King. So ging aus Parks’ mutiger Aktion die schwarze Bürgerrechtsbewegung hervor, die letztlich die Abschaffung der Rassentrennung in den USA errang. Übrigens: Am 1. Dezember zollen die Verkehrsbetriebe in den USA Rosa Parks auf ganz besondere Art Respekt: Ihr zu Ehren bleibt an diesem Tag in jedem Bus der Sitzplatz direkt hinter dem Fahrer frei.

Für eine gute Sache einzustehen und Verantwortung zu übernehmen, ist nicht einfach. Gut, dass es Menschen gibt, die genau dafür leben. Hier porträtieren wir bekannte und unbekannte Persönlichkeiten, die sich gesagt haben: „Ich pack das jetzt an – sonst macht’s ja keiner.“
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