Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Claudia Kotter übernimmt Verantwortung und gründete den Verein Junge Helden, der über das Thema Organspende informiert: Die Collage besteht aus einem Foto von Claudia Kotter, Zeichnung und Abbildungen verschiedener Organe wie Herz, Niere, Darm oder Lunge und Zeichnungen verschiedener Personen im Hintergrund.© Oliver Rath (Person schwarz/weiß); Gettyimages: ericsphotograph (Niere), skynesher (Menschengruppe), olgamoopsi (Herz), desifoto (Hintergrund), Shana-Novak (Hirn), Lazy-Bear (Darm, Lunge)

Junge Helden

Manche Geschichten können gleichzeitig ein trauriges und ein fröhliches Ende haben. Dies ist eine dieser Geschichten.

Als Claudia Kotter sieben Jahre alt war, diagnostizierten Ärzte bei ihr die seltene Autoimmunkrankheit Sklerodermie. Obwohl die Krankheit in den meisten Fällen einen schweren Verlauf nimmt, hat Claudia versucht, ein aktives Leben zu führen.
Mit 20 Jahren verschlechterte sich allerdings der Zustand ihrer Lunge. Nur eine Lungentransplantation konnte sie retten. Nach vier Jahren auf der Warteliste bekam sie eine – und damit die Chance, ihr Leben, zumindest ein paar Jahre lang, noch aktiver und intensiver zu leben: Sie machte Reisen, trieb Sport, verbrachte viel Zeit mit ihrer Familie und schrieb ein Buch über ihr Leben mit der Krankheit. Im Juni 2011 starb Claudia Kotter an Herzversagen. Dies ist das traurige Ende.

Claudia Kotter hat den gemeinnützigen Verein Junge Helden gegründet, der Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Organspende aufklärt. Weitere Informationen gibt es hier.

Wie kann eine so traurige Geschichte gleichzeitig gut enden? Es liegt an dem, was Claudia Kotter in den vier Jahren getan hat, in denen sie auf ihre neue Lunge wartete: Sie gründete den gemeinnützigen Verein Junge Helden. Dieser macht es sich – heute mehr denn je – zur Aufgabe, das Thema Organspende in Deutschland vor allem bei jungen Menschen zu thematisieren und Wissen darüber zu vermitteln. Dabei haben sie keinen Drang zu missionieren, sondern verfolgen ihre Aufklärungsarbeit unvoreingenommen.
Claudia Kotters Engagement lebt in ihrem Verein bis heute weiter.

Für eine gute Sache einzustehen und Verantwortung zu übernehmen, ist nicht einfach. Gut, dass es Menschen gibt, die genau dafür leben. Hier porträtieren wir bekannte und unbekannte Persönlichkeiten, die sich gesagt haben: „Ich pack das jetzt an – sonst macht’s ja keiner.“

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