Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Sonne ja, Sonnenbrand nein. Wir geben Tipps, wie man sich richtig vor UV-Strahlung schützt. Ein gelber Sonnenschirm vor strahlend blauem Himmel.© GettyImages

Aufgepasst, die Sonne lacht

Was gibt es Schöneres als an einem warmen Sommertag in der Sonne zu liegen und die Wärme zu genießen? Die Strahlen kitzeln nicht nur angenehm auf der Haut, sondern wirken sich auch positiv auf unser Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Der UV-B-Anteil des Sonnenlichts regt die Vitamin-D-Produktion an, die wiederum die Aufnahme von Kalzium im Körper fördert und so die Knochen stärkt. Außerdem sorgt Vitamin D  dafür, dass Muskeln und Nerven optimal zusammenspielen. Doch aufgepasst: Wie so oft, kommt es auch beim Sonnenbaden auf das richtige Maß an, denn auch Sonnenstrahlen haben ihre Schattenseiten.

Die Menge macht´s

Klar, eine leicht gebräunte Haut sieht im Sommer toll aus. Dabei sollte man aber nie vergessen, dass es sich hierbei eigentlich um eine Abwehrreaktion des Körpers handelt: In der Haut bildet sich der körpereigene Farbstoff Melanin, um das weitere Eindringen von UV-Strahlen zu verhindern. Denn sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen können in zu hoher Dosis sehr schädlich sein.
UV-A-Strahlen gelangen tief in die Haut, setzen dort gefährliche Stoffwechselprodukte (freie Radikale) frei und lassen dadurch die Haut vorzeitig altern. Die kurzwelligeren und energiereicheren UV-B-Strahlen sind hingegen für den Sonnenbrand verantwortlich: Ist die Haut der Sonne zu lange ausgesetzt, beschädigen die Strahlen die DNA-Moleküle der obersten Hautschicht, die sich dann rot färbt. Auch wenn ein Sonnenbrand in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder abklingt, schädigt jede Verbrennung nachhaltig das Zellgewebe. Außerdem steigt das Risiko für Hautkrebs, der durch UV-A- und UV-B-Strahlung begünstigt wird: In zu hoher Dosis können sie Mutationen in den Hautzellen hervorrufen.

Kein Grund rot zu werden

Der beste Schutz gegen Sonne lautet immer noch: Keine Sonne. Zum Glück muss es nicht gleich der radikale Weg sein, denn wer sich an einfache Regeln hält, hat im Sommer gut lachen – ganz ohne rote Stellen.

1. Mittagssonne meiden
Mittags scheint die Sonne am intensivsten. Meiden Sie deshalb die größte Hitze zwischen 11 und 15 Uhr und machen Sie es den Südländern nach: Die halten dann eine Siesta im Schatten. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Im Schatten oder unter einem Sonnenschirm kommen immer noch etwa 50 Prozent der UV-Strahlen an.

2. Sonnencreme benutzen
Sonnencreme ist ein effektives Mittel, um die Haut zu schützen – und riecht obendrein herrlich nach Sommer. Je reichlicher und gründlicher aufgetragen, desto besser. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt dabei an, um wie viel Minuten sich der Eigenschutz der Haut verlängert.

Das LSF-Einmaleins: Beispiel: Der Eigenschutz der Haut beträgt je nach Hauttyp I - VI maximal 10 - 90 Minuten. In Deutschland gehören etwa 80% der Bevölkerung dem Hauttyp III (Eigenschutzzeit bis maximal 30 Minuten) an. Wenn Lichtschutzfaktor 20 verwendet wird, steigt der Eigenschutz bei Hauttyp III auf maximal 600 Minuten (30 Minuten mal 20) an. Empfohlen wird, sich nicht länger als 2/3 seiner Eigenschutzzeit (in unserem Beispiel 400 Minuten) in der Sonne aufzuhalten. Auch zwischendurch nachcremen ist wichtig, da durch Schwitzen, Baden und Abtrocknen der Schutz nachlässt. Nachcremen bedeutet übrigens nicht, dass man sich erneut so lange bräunen kann: Ist die Zeit abgelaufen, heißt es, raus aus der Sonne! Mehr zur richtigen Sonnencreme gibt´s übrigens hier.

 

3. T-Shirt überziehen und Hut aufsetzen
Je dunkler desto besser! Ein weißes T-Shirt hat einen Lichtschutzfaktor von ungefähr 10, ein schwarzes von 20. Ein flotter Sonnenhut oder eine coole Schirmkappe schützen Kopf und Gesicht. Auf der wirklich sicheren Seite sind Sonnenanbeter mit spezieller UV-Schutz-Kleidung, die einen Lichtschutzfaktor von bis zu 80 erreicht.

4. Sonnenbrille aufsetzen
Auch die Augen sind durch die UV-Strahlung gefährdet. Tragen Sie deshalb in der Sonne immer eine geeignete Sonnenbrille mit Breitband-UV-Filter.

5. Kinder besonders schützen
Die Haut von Kindern ist sehr dünn und empfindlich. Kleinkinder und Babys haben gar keinen Eigenschutz, denn der bildet sich erst ab dem 24. Lebensmonat. Kinderhaut muss darum ganz besonders mit Hilfe von Kleidung und hohem Sonnenschutzfaktor vor der Sonne geschützt werden.

Nicht aufgepasst und prompt einen Sonnenbrand bekommen? Dann können Sie sich hier schlau machen, wie Sie Rötung und Schmerzen lindern können.

Und wenn Sie alle Tipps beherzigen: zur Abkühlung ab ins Freibad! Die besten Splashdiving-Figuren um am Sprungturm zu beeindrucken, finden Sie hier.
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