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Drei verschiedene Hände halten Herzen in die Höhe.Solidarität bedeutet auch, mit dem Herzen zu handeln. © GettyImages/EireenZ

Für mehr Solidarität

Kleine Gesten wie Einkaufen gehen oder sich ehrenamtlich engagieren, machen einen bedeutenden Unterschied in der Gesellschaft. Das Schöne ist, dass jeder helfen kann, wenn er will.

Unser Leben hat sich im vergangenen Jahr schlagartig verändert. Die Kontaktbeschränkungen führen dazu, dass viele Menschen isolierter leben, sich einsam fühlen und Sorgen haben. Ältere oder bedürftige Personen sind dabei oft auf sich gestellt. Wir alle mussten und müssen neue Herausforderungen meistern.

In solchen Krisensituationen wird häufig Solidarität gefordert: mit Risikogruppen, mit Familien, mit der Kunst- und Kulturszene, lokalen Geschäften und der Gastronomie.

Jede und jeder zählt

Solidarität ist wichtig. Das bezweifelt kaum jemand. Doch wo soll ich anfangen bei all den Problemen? Kann ich als Einzelne überhaupt etwas bewirken? Macht das einen Unterschied? Ich sage: ja! Denn es kommt auf jede und jeden an.

Keine Frage, für niemanden ist die aktuelle Situation leicht. Es sind aber schon kleine Gesten, durch die man sich jetzt solidarisch verhalten kann. Beispielsweise: Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen, Kontakte reduzieren. Denn damit schütze ich mich, aber vor allem auch meine Mitmenschen. Eigentlich verrückt: Wenn wir uns zurzeit in der Öffentlichkeit bewegen, zeigen wir durch Abstandhalten Nähe.

Füreinander da zu sein, ist keine Frage von Können, sondern von Wollen.“

­Zusammenhalten im Alltag

Aber auch einzelne Menschen können für Lichtblicke sorgen. Junge Erwachsene gehen für ältere Nachbarn einkaufen, andere nähten Masken für Pflegepersonal und sind über Videotelefonate aus der Ferne füreinander da.
In meiner Arbeit beim Martinsclub Bremen e.  V. habe ich mit genau den Menschen zu tun, die sich für andere einsetzen. Mit ihrem Engagement lindern sie die soziale Not. Beispielsweise in unseren Wohnangeboten für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Wir haben uns sehr über das Engagement und die Hilfsbereitschaft gefreut: egal ob es neue ehrenamtliche Helfer und Helferinnen waren oder gespendete Spiele und Spielekonsolen, die den Alltag abwechslungsreicher gestalten.

Wir können, wenn wir wollen

Dabei erlebe ich, wie viel Freude es bringt, sich für andere zu engagieren – und dass es guttut. Meine Erfahrung ist, dass ehrenamtliches Engagement und Solidarität meist keine Frage von Können, sondern von Wollen sind. Und wir erleben doch immer wieder, dass wir es können – wenn wir wollen.
Warum nehmen wir Engagement und Solidarität also nicht als festen Bestandteil unseres Alltags auf – auch abseits von „Corona“? Mit kleinen und großen Gesten. Denn es lohnt sich!

 
Auf dem Bild ist Julia Renke vom Martinsclub Bremen zu sehen.

© Frank Scheffka

Der Martinsclub Bremen e. V. bietet Menschen mit Beeinträchtigung viele verschiedene Angebote. Das Ziel ist Inklusion: Alle Menschen sollen selbstbestimmt leben und an der Gesellschaft teilhaben. Julia Renke (29) ist für die Bereiche Ehrenamt, Mitglieder und Fundraising zuständig. Damit ist sie Ansprechpartnerin für alle, die den Verein unterstützen möchten – sei es mit einer Spende, ihrer Zeit oder einer Mitgliedschaft.

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