Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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nur-mut©Shutterstock: Dmitry Natashin; Miguel Angel Salinas Salinas; owatta; Bauer Alexander

Nur Mut!

Fürchten Sie sich vor der Dunkelheit oder vor Hunden? Alles halb so wild – zumindest im Vergleich zu Watte- und Bananenphobien.

Coul|ro|pho|bie

Angst vor Clowns

Rote Nase, bunte Perücke und überdimensionale Schuhe – so bringen Clowns ihr Publikum zum Lachen. Coulrophobikern hingegen gefriert bei diesem Anblick das Blut in den Adern. Die Angst vor Clowns gehört zu den zehn häufigsten Phobien. Eine Erklärung ist, dass der Clown seine Mimik hinter einer ewig lächelnden Schminkfassade versteckt und dadurch unberechenbar und bedrohlich wirkt. Für viele Experten trägt aber auch die Popkultur eine Mitschuld. Sei es der bösartige Clown Pennywise aus Stephen Kings Welterfolg „Es“ oder der fiese Joker, der Batman regelmäßig die Tour vermasselt – diese Clowns sind tatsächlich zum Fürchten.

Bam|ba|ko|mal|lo|pho|bie

Angst vor Watte

Eine Phobie, die vor allem Frauen in größere Nöte stürzt. Während Männer höchstens mal beim Zahnarzt mit Watteröllchen konfrontiert werden, haben es weibliche Bambakomallophobiker deutlich schwieriger, den Alltag zu meistern: Abschminken ohne Watte? Fußnägel lackieren ohne Wattepolster zwischen den Zehen? Auf die Körperpflege zu verzichten ist jedoch keine Lösung. Experten empfehlen, Watteprodukte anzufeuchten, damit das Ekel hervorrufende Watte-Feeling abgeschwächt wird. Stellt sich nur die Frage, ob das auch bei Zuckerwatte funktioniert.

Ba|na|na|pho|bie

Angst vor Bananen

Die Furcht vor gelben Südfrüchten ist äußerst selten. Die Saat für den lebenslangen Ekel wird meist in der Kindheit gelegt. Geruch und Textur des beliebten Obstes stoßen Bananaphobiker häufig ab. Sie haben eher das Gefühl, Schnecken zu essen. Würgereiz, Übelkeit und Panikattacken sind die Folge. Paula Ross aus dem schottischen Kilmarnock kannte dieses Martyrium aus eigener Erfahrung. Der britischen Boulevardzeitung Daily Mail berichtete sie sogar von Mobbingattacken mit Bananen in der Schule. Mittlerweile ist sie jedoch dank einer Therapie geheilt: „Ich kann endlich mit meinen Freunden zum Essen ausgehen und muss keine Angst mehr davor haben, dass plötzlich jemand eine Banane in der Hand hält.“

Acro|ny|mo|pho|bie

Angst vor Abkürzungen

Sie sind allgegenwärtig, ein Entkommen scheint unmöglich – die Rede ist von Abkür zungen bzw. Akronymen. Zum Frühstück einen O-Saft, nebenbei ein Blick in die FAZ. Auf radio NRW dudeln R.E.M. Der Weg zur Arbeit wird im BMW zurückgelegt. Kaum ist der PC im Büro hochgefahren, bittet der CEO höchstpersönlich um ein Gespräch – und zwar asap. Vorher aber noch eben eine SMS auf dem HTC geschrieben. Spätestens jetzt gleicht der Tag eines Acronymophobikers einem Spießrutenlauf. Was tun? Vielleicht hilft etwas Urlaub zum Ausspannen? Die USA fallen dann aber als Reiseziel weg. Dann doch lieber professionelle Hilfe. Aber ob der Gang zum Dr. phil. erfolgversprechend ist, darf bezweifelt werden.

Rhy|po|pho|bie

Angst, auf öffentlichen Toiletten Geräusche zu machen

Es gibt da eine Prinzessin in einem fernen Land. Ihr Name ist Otohime und statt in einem verwunschenen Schloss findet man sie auf fast jeder Damentoilette in Japan. Vielen japanischen Frauen ist nämlich der Gedanke unangenehm, dass man Geräusche hören kann, während sie eine Toilette nutzen. Deshalb betätigen sie regelmäßig die Spülung, um einen konstanten, neutralen Geräuschpegel zu erzeugen. Das ist leider wenig umweltfreundlich und treibt den Wasserverbrauch in märchenhafte Höhen. Findige Erfinder haben sich deshalb ein Gerät ausgedacht, das diese Toilettengeräusche simuliert. Otohime – wörtlich die „Geräuschprinzessin“ – ist so eines. Japanische Männer sind offenbar ungenierter – ein „Geräuschprinz“ hat sich auf den Männertoiletten zumindest noch nicht durchgesetzt.

Pho|bo|pho|bie

Angst vor der Angst

Die Phobophobie ist gewissermaßen die Königin der Ängste. Bei ihr bekommen selbst die hartgesottensten Zeitgenossen weiche Knie. Franklin D. Roosevelt, 32. Präsident der USA, ermutigte bei seiner Antrittsrede 1933 seine Mitbürger dazu, vor dem Hintergrund der großen Depression wieder mehr Mut und Hoffnung zu schöpfen: „Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.“ Das Besondere an der Phobophobie ist, dass sie sich nicht gegen bestimmte Dinge oder Situationen richtet, sondern sich aus einer Erwartungshaltung speist – Betroffene rechnen ständig mit dem Auftreten von Angstsymptomen und -zuständen.

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