Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Insekten ganz einfach etwas Gutes tun mit einem Insektenhotel als Nisthilfe: so einfach geht’s. Das Bild zeigt ein aus Bambusstäbchen und einer Dose gebautes Insektenhotel.Schöner Aufenthalt im Insektenhotel – aber ohne Zimmerservice: mit einfachen Nisthilfen für Wildbienen und andere Insekten helfen Sie den kleinen Tierchen. © GettyImages

Insektenhotel selber bauen

In Deutschland gibt es rund 570 verschiedene Bienenarten, die bekannteste davon ist die Honigbiene. Die Bienen tragen, wie viele andere Insekten auch, zur Bestäubung der Pflanzen bei. Um die Honigbiene kümmern sich die Imker, den Wildbienen und anderen Insekten machen wir es dagegen schwer zu überleben. Immer mehr versiegelte Flächen, häufiges Rasenmähen und Laubfegen nehmen ihnen die Nistmöglichkeiten. Darum brauchen sie unsere Unterstützung: Eine Nisthilfe für Wildbienen und andere Insekten ist einfach gebaut und lässt sich schnell im Garten oder auf dem Balkon aufstellen.

 

In vier Schritten zum Insektenhotel als Nisthilfe für Bienen, Hummeln und Co.

Benötigte Materialien: eine leere Konservendose, etwas Bambus und Baumwolle, eine feine Säge, Schmirgelpapier und einen Holzbohrer

Schritt 1:
Zuerst die Bambusstäbe auf die passende Länge zuschneiden, sodass sie der Länge nach in die Dose passen. Die Stäbe können aber auch auf einer oder auf beiden Seiten aus der Dose herausschauen. Alternativ zum Bambus eignen sich auch Pflanzen aus dem Garten mit trockenen, hohlen Stängeln, wie zum Beispiel die Wegwarte. Die Schnitte müssen in jedem Fall ganz sauber sein – Insekten sind wählerisch und wünschen sich einen ordentlichen Hoteleingang. Am besten gelingt das mit einer feinen Säge und etwas Schmirgelpapier.

Schritt 2:
Als nächstes wird der Bambus ausgehöhlt. Dazu einfach mit einem Holzbohrer reinstechen, von Hand etwas drehen und ausklopfen.

Schritt 3:
Insekten mögen keinen Durchzug. Damit es im Insektenhotel kuschelig warm ist, werden die hohlen Stängel an einem Ende mit Baumwolle abgedichtet.

Schritt 4:
Zu guter Letzt einfach die Dose mit den Bambusschnitten füllen, sodass sie festsitzen – dann können die Insekten einziehen.

Wie bei jedem guten Hotel ist aber nicht nur das Zimmer entscheidend: Auf die Lage kommt es an! Und da sind die Insekten wie wir: sie bevorzugen einen sonnigen Standort – also die Nisthilfe nach Süden ausrichten und geschützt vor Regen aufstellen.

Sind unsere Bienen vom Bienensterben bedroht? Im Interview erklärt Dr. Peter Rosenkranz  von der Universität Hohenheim warum die Honigbienen wahrscheinlich nicht aussterben, aber trotzdem vor großen Herausforderungen stehen.

 

In diesem Video vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) sehen Sie, wie die Insektenhotels gebaut werden:

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Kommentare

  • Carsten
    REPLY

    Die Honigbiene, die aktuell hier in Mitteleuropa gehalten wird ist weder heimisch, noch ist sie ökologisch relevant. Sie steht dafür massiv in Konkurrenz zu den hier heimischen Bestäuberarten. Viele Studien zeigen den negativen Einfluss der Honigbiene auf die Populationen von heimischen Hummeln und Wildbienen.

    22. Januar 2019
    • perspektive Team
      REPLY

      Hallo Carsten,

      deswegen können Sie mit einer solchen Nisthilfe ja etwas für die heimischen Bestäuber tun :-).

      Viele Grüße

      Ihr perspektive-Team

      22. Januar 2019

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