Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Sascha LimaImmer am Ball: Sascha Lima spielt Rollstuhlbasketball © Sabres Ulm

Sascha Lima: „Ich gestalte mein Leben aktiv“

Seit einem Fahrradunfall vor drei Jahren sitzt Sascha Lima im Rollstuhl. Doch der 29-Jährige lässt sich davon nicht unterkriegen.

 

Sascha, wie bist du zum Rollstuhlbasketball gekommen?

Sascha Lima: Schon während meines Krankenhausaufenthaltes habe ich bei den Ulmer Sabres gespielt. Das Basketballtraining war von Anfang an Teil meiner Reha, weil es den Körper fit hält und man dadurch auf spielerische Weise lernt, mit dem Rollstuhl umzugehen. Auch nach der Reha bin ich dabeigeblieben. Seitdem dreht sich ein Großteil meines Lebens um Rollstuhlbasketball.

 

Was gefällt dir an dieser Sportart?

Sascha Lima: Basketball ist einfach der beste Sport – egal ob zu Fuß oder im Rollstuhl. Er ist spektakulär, schnell und kann einen vor Anstrengung zum Kotzen bringen, vor allem in der Saisonvorbereitung. Für mich ist Rollstuhlbasketball Inklusion pur, denn das Spielfeld und die Korbhöhe sind genau gleich wie beim Fußgängerbasketball. In meiner Mannschaft habe ich außerdem Freunde gefunden, mit denen ich mich auch außerhalb des Trainings treffe.

 

Spielen in deinem Verein auch Nichtbehinderte mit?

Sascha Lima: Ja, denn beim Rollstuhlbasketball können Menschen mit und ohne Behinderung in einer Mannschaft zusammenspielen. Die Nichtbehinderten setzen sich dabei ebenfalls in Rollstühle, denn die sind ja quasi das Sportgerät. Ich kenne keine Sportart, in der es mehr Gleichberechtigung gibt als im Rollstuhlbasketball. In unserem Verein spielen Männer und Frauen gemeinsam in einem Team und 16-jährige Jugendliche spielen Seite an Seite mit Menschen jenseits der 50.

 

Wie erlebst du den Umgang mit behinderten Menschen in unserer Gesellschaft?

Sascha Lima: Ich reise privat herum und bin auch durch den Rollstuhlbasketball bereits in mehreren deutschen Städten gewesen. Dabei musste ich leider immer wieder feststellen, dass Deutschland noch viel tun muss, um wirklich barrierefrei zu werden. Meine Vereinskollegen haben auch schon ein paar negative Erfahrungen mit Krankenkassen gemacht. Als Kunde der Schwenninger Krankenkasse fühle ich mich aber wirklich gut betreut.

 

Wie sieht deine Lebensphilosophie aus?

Sascha Lima: Ich gestalte mein Leben aktiv und mache auch im Rollstuhl sportliche Trends mit. Vor Kurzem habe ich mit Crossfit angefangen. Außerdem versuche ich, wieder auf die Beine zu kommen. Mit Gehwagen und Beinschienen übe ich das Laufen.

 

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