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Nein zu Gewalt an Schulen. Mädchen hält Stopp-Schild hoch. Im Text geht es um Gewaltprävention in der Schule, ein Projekt des Vereins SMOG, das von der vivida bkk unterstützt wird.Ein klares „Nein“ will gelernt sein – schon in jungen Jahren. © GettyImages

Nicht mit mir!

Wenn in einer Grundschule im Groß­raum Fulda ein „SMOG-Seminar“ auf dem Stundenplan steht, dann geht’s dabei nicht um die Luftqualität, aber im weitesten Sinne schon ums Klima.

Der Verein „Schule machen ohne Gewalt“ – kurz SMOG – ver­steht sich als Netzwerk gegen Gewalt und Sucht. Die Organisatoren haben das Ziel, Opfer und Täter aus dem Dunstkreis von Gewalt und Sucht herauszuholen. Es geht also tatsächlich um gutes Klima – in Schulklassen.
Eines von mehreren Projekten ist das Seminar „Nicht mit mir!“, das Kindern aus dritten und vierten Klassen mehr Selbstbewusstsein in Gefahrensituationen ver­mitteln will. An vier Seminartagen, durchge­führt von geschulten Referierenden, lernen die Grundschülerinnen und Grundschüler auf­merksamer durchs Leben zu gehen, Gefahren zu erkennen und wie sie sich selbst helfen können. „Außer den Themen Bewegung und Ernährung möchten wir die Gewaltprävention mehr in den Fokus rücken. Deswegen unterstützen wir „Nicht mit mir!‘“, sagt Cornelia Hintz, Diplom-Sozialpä­dagogin und Referentin für Gesundheitsförde­rung bei der vivida bkk.

„Nicht mit mir“ ist nur eins von zahlreichen Projekten zur Gesundheitsförderung, die die vivida bkk unterstützt. Erfahren Sie mehr zu "Fit von klein auf".

Nein sagen lernen

Die 46-Jährige hat selbst an einem Seminar teilgenommen: „Ich war begeis­tert, wie schnell man die positive Entwicklung sehen konnte.“ In verschiedenen Übungen und Rollenspielen lernen die Kinder vor allem, laut und deutlich „Nein!“ zu sagen. „Gerade Mädchen tun sich oft schwer damit, sich laut und deutlich zu äußern“, sagt Hintz. „Damit das Erlernte im Gedächtnis bleibt, wiederholen wir die Übungen mehrmals.“
Beispielweise das Verhalten gegen­über einer unbekannten Person, die aus dem Auto heraus vermeintlich nach dem richtigen Weg fragt und das Kind zum Einsteigen auffor­dert. Oder wie man reagiert, wenn man allein zuhause ist und es an der Tür klingelt. „Wichtig ist, dass sich die Kinder in ihren Handlungen sicher fühlen und selbstbewusst reagieren – und sich trauen in Notsituationen die Polizei anzu­rufen oder andere Menschen um Hilfe zu bit­ten“, sagt Hintz. Im Schnitt nehmen mehr als 150 Grundschulklassen pro Jahr an dem Seminar teil.

Nachhaltige Erfahrungen

„Manchmal kommen junge Erwachsene Jahre später auf die Referie­renden zu und berichten, dass sie noch oft an die Seminare zurückgedacht haben. Sie haben das damals Gelernte anwenden können“, berichtet Hintz. „Das freut und ermutigt uns, denn unser Ziel ist immer, dass solche Projekte möglichst nachhaltig wirken.“

„COOL AND SAFE“ Zusätzlich zum Präsenzseminar bietet der SMOG e. V. das interaktive Online-Training „Cool and safe“ an. Die Kinder werden in Kurzfilmen durch das Pro­gramm geführt. Außerdem steht unter www.coolandsafe.eu ein Handbuch zum kostenlosen Download bereit, mit dem sich Lehrkräfte und Eltern umfassend über die Themen informieren können.

 

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