Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

Männer im Kreissaal: Das Bild zeigt einen Mann und eine schwangere Frau, die ihre Bäuche gegeneinanderhalten.© GettyImages/FilippoBacci

Vorfreude statt Sorge

Kinderkriegen ist Frauensache? Von wegen! Waren Ehemänner früher noch selten in Kreißsälen anzutreffen, sind heutzutage die männlichen Partner meist vor Ort, wenn es ernst wird. Wie sie ihre Partnerin vor, während und nach einer Geburt unterstützen können, erfahren werdende Väter bei dem speziell auf sie zugeschnittenen Geburtsvorbereitungskurs „Von Mann zu Mann“.

Herr Dr. Soder, warum sollte ein werdender Vater an Ihrem Kurs teilnehmen?

Ein Standardkurs mit der Partnerin beinhaltet häufig nur ein bis zwei Männerabende. In meinem Kurs können die Teilnehmer genauer nachfragen und sich aus ihrer Sicht auf die kommenden Ereignisse vorbereiten. Vielen Männern hilft es auch, sich mit anderen werdenden Vätern auszutauschen.

Wie läuft so ein Kurs ab?

In lockerer Atmosphäre sprechen wir über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Es ist auch genügend Zeit für Fragen eingeplant. Ich möchte allen Teilnehmern die Herausforderungen so veranschaulichen, dass sie wissen, was auf sie zukommt, und sie den Kurs voller Vorfreude statt Sorge verlassen.

 

 „Moderne Väter bringen sich viel aktiver in das Thema Familie ein.

Das ist eine tolle Entwicklung.“


Was beschäftigt Männer vor einer Geburt?

Männer legen häufig mehr Wert auf Details und konkrete Handlungsanweisungen. Sie wollen sicher sein, dass sie nichts falsch machen und ihre Frauen adäquat unterstützen.

Bis wann sollte „Mann“ einen Kurs besuchen?

Idealerweise bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Dr. Soder bietet in Villingen-Schwenningen einen Geburtsvorbereitungskurs speziell für Männer an. Der Kurs ist für alle Teilnehmer kostenfrei. Hier können Sie sich über aktuelle Kursangebote und -Termine informieren. Die Schwenninger bezuschusst außerdem kostenpflichtige Geburtsvorbereitungskurse für Männer.


Sie sind selbst Vater – wie haben Sie sich auf die Geburt Ihrer Tochter vorbereitet?

Meine Frau ist Hebamme und ich hatte bereits Berufserfahrung im Kreißsaal, deshalb haben wir keinen Kurs besucht. Wir haben uns aber durch viele Gespräche auf Geburt und Familie eingestimmt, um gegenseitig unsere Wünsche und Sorgen zu kennen. Das gebe ich auch meinen Kursteilnehmern mit.

Haben Männer heutzutage mehr Interesse am Thema Geburt als früher?

Definitiv. Vor 40 Jahren war kaum ein Vater im Kreißsaal, heute ist das ganz anders. Die meisten Teilnehmer planen mindestens zwei Monate Elternzeit ein. Moderne Väter bringen sich viel aktiver in das Thema Familie ein. Das ist eine tolle Entwicklung.

Welches Feedback bekommen Sie?

Bisher nur positives. Wenn ehemalige Teilnehmer sich nach der Geburt melden, um sich zu bedanken, oder den Kurs weiterempfehlen, zeigt das, dass der Kurs die Teilnehmer auch über die Geburt hinaus beeinflusst hat.

Geburtsvorbereitungskurs: Das Bild zeigt Dr. med. Martin Soder, Oberarzt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe, im Portrait. Dr. med. Martin Soder (37) ist Oberarzt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe. Zusammen mit seinem Vater leitet er eine Frauenarztpraxis in Ettlingen.





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