Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Kulturgeschichte des Furzens: Die Zeichnung zeigt einen Mann, der auf dem Pariser Varieté Moulin Rouge steht. Unter ihm jubelt das begeisterte Publikum.Kaum zu glauben: Ende des 19. Jahrhunderts sammelten sich die Pariser im berühmten Moulin Rouge, um Kunstfurzer Joseph Pujol in Aktion zu sehen. © Sophia Martineck

(F)Kurzgeschichten, die Zweite

Eine kleine Zeitreise durch die Kulturgeschichte des Furzens.

Ein echter Blähboy

Manchmal denken sich die Menschen – meistens die Herren der Schöpfung – nach einem Pups: Wow, der war gelungen! Aber publikumstauglich ist selbst ein guter Amateur-Furz nur in den seltensten Fällen.
Joseph Pujol hingegen füllte mit seinen Profi-Fürzen große Säle. Also: mit Menschen, nicht mit heißer Luft. Ende des 19. Jahrhunderts war der Kunstfurzer Pujol so bekannt, dass er im berühmten Pariser Varieté Moulin Rouge auftreten und grotesk hohe Gagen verlangen konnte. Er furzte formvollendet die Marseillaise, imitierte verschiedenste Musikinstrumente und spielte mithilfe seiner Fähigkeiten sogar auf einer speziellen Tonflöte. Das, meine Herren, ist gelungen!

Modern Farting

Kulturgeschichte des Furzens: Die Zeichnung zeigt einen Mann in einem Überwachungsraum, pupsend und sich dabei mit dem Smartphone filmend.

© Sophia Martineck

Heute scheint der Furz – der Fachbegriff ist übrigens Darmwind – endlich gesellschaftsfähig zu sein. Das könnte man zumindest meinen, wenn man sich den Instagram-Account von Paul Flart anschaut. Seit rund einem Jahr postet Flart, der anscheinend irgendwo in Florida als Wachmann arbeitete, regelmäßig ein kurzes Video von sich auf der Arbeit. Darauf ist immer nur sein Gesicht zu sehen, das er zu einer kleinen Grimasse verzieht, nachdem er ein Tönchen von sich gegeben hat. Ihm wurde allerdings mittlerweile gekündigt und nun möchte er die Arbeit an seinen Fürzen professionell ausbauen. Mehr als 100.000 Follower hat er bereits – wir finden: Da ist noch – hach – Luft nach oben.

Knatterfakten

Kulturgeschichte des Furzens: Die Zeichnung zeigt einen fliegenden Mann,. Als Antirebskraft dienen seine Pupse.

© Sophia Martineck

Unsere Gasgeschosse haben eine Po-Austrittsgeschwindigkeit von etwa zehn Stundenkilometern. Bis zu 25 Fürze pro Tag sind nichts Ungewöhnliches für einen gesunden Menschen. Auf den Tag gerechnet ballert man dabei im Schnitt rund 600 Milliliter Gas in seine Umwelt. Das klingt erstmal nach sehr wenig. Aber wenn man überlegt: schon ein Bruchteil dessen reicht aus, um einen ganzen Aufzug wortwörtlich in Atem zu halten. Alle Menschen weltweit produzieren übrigens rund 2,8 Billionen Liter heiße Luft pro Jahr.

Von Luftschlössern und Altgascontainern: Teil eins unserer (F)Kurzgeschichten lesen Sie hier.

 

 

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