Das Magazin der Schwenninger Krankenkasse

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Achtsamkeits-Apps im Test: Das Illustration zeigt eine Frau im Schneidersitz. Sie faltet ihre Hände im Schoß zusammen.Egal ob zur Stressbewältigung, Entspannung oder für mehr Selbstbewusstsein: Achtsamkeits-Apps versprechen Unterstützung. Der Test zeigt vier Apps im Vergleich. © GettyImages / Antikwar

Achtsamkeit lernen – Fünf Apps im Vergleich

Das Wort Achtsamkeit ist in aller Munde. Gemeint ist damit die Fähigkeit, die eigene Wahrnehmung ausschließlich auf den eigenen gegenwärtigen Zustand zu lenken.

Was sich im ersten Moment wie Esoterik-Jargon anhört, hat seine Ursprünge vor mehr als dreitausend Jahren im Buddhismus. Auch in Deutschland wird Meditation und Achtsamkeit immer beliebter. Alternativ zu Kursen gibt es unterschiedliche Apps, die mittels Meditation eine Auszeit vom stressigen Alltag, verstärktes Bewusstsein, Entspannung, Stressbewältigung und besseres Einschlafen versprechen. Wir haben den Vergleich gemacht und fünf der beliebtesten Meditations- und Achtsamkeits-Apps unter die Lupe genommen.

Sie möchten doch lieber einen geführten Kurs mit anderen besuchen? Die Schwenninger Krankenkasse bezuschusst Achtsamkeits- und Stressbewältigungs-Kurse. Suchen Sie hier nach einem Kurs in Ihrer Umgebung.




© headspace

Headspace

Die Achtsamkeits-App Headspace ist die bekannteste Meditations-App. Ihr Gründer Andy Puddicombe gilt als echter Meditations-Guru. Verfügbar ist sie bereits in 190 Ländern. Die zehn Sitzungen des Grundlagen-Kurses kann man gratis ausprobieren. Empfohlen wird hier täglich eine bis zu zehn Minuten lange Sitzung, welche den Geist für ein glücklicheres und gesünderes Leben trainieren soll. Mit Headspace lernt man allgemeine Atem- und Meditationstechniken, wie den „Körper-Scan“, ein inneres Abtasten der einzelnen Körperteile. Wer weiter in die Materie einsteigen will, wird aber zur Kasse gebeten: knapp 57 Euro kostet das Abo pro Jahr. Dann sind auch spezifische Kategorien wie Depression, Angst, Stress und Geduld freigeschaltet, sodass man je nach Stimmungslage und Situation frei auswählen kann.




Achtsamkeits-Apps im Vergleich: Das Bild zeigt das Logo der Meditations App calm

© Calm

Calm

Ein ruhiger Bergsee, Blätter im Regen, Vogelgezwitscher und Wellen, die ans Ufer rollen. Calm kommt etwas verträumter daher als die anderen Meditations-Apps. Selbstliebe, Ängste, innerer Frieden und Beziehungen sind nur einige der vielen Kategorien, zu denen Übungen angeboten werden. Calm ist besonders für diejenigen geeignet, die sich nach innerer Ruhe sehnen. Kostenlos ausprobieren kann man das siebentägige Basis-Meditations-Programm, sowie die einzelnen Meditationen „Body Scan“ und „Loving-Kindness“. Mit dem Jahresabo für etwas mehr als 60 Euro stehen dann auch alle weiteren Funktionen zur Verfügung.

Om - der Klang zum Einklang Das „Om“, das man vor allem zu Beginn von Meditationsrunden oft hört, gilt im Buddhismus und Hinduismus als heilige Silbe. Als universelles Urwort vereint es drei Bewusstseinszustände in sich: den Wachzustand, den Traumzustand und den Tiefschlaf. Als Beginn der Meditation soll es Körper, Seele und Geist zusammenführen. Wiederholt man das Om als Abschluss einer Meditation, soll es als Siegel wirken, das die gesamte Energie bündelt und nochmal verstärkt.

 

Balloon

Zur Gründung von Balloon hat sich der Verlag Gruner + Jahr mit dem Psychologen und Neurowissenschaftler Boris Bornemann zusammengetan, um das Thema Achtsamkeit aus einem psychologischen Blickwinkel anzugehen. Die unterschiedlichen Meditationsübungen behandeln Themen wie Stress, Schlaf, Gelassenheit und Glück. Auch bei Balloon gibt es eine extra Kategorie, in der sich Eltern der Meditation widmen können. Wem der Einstiegskurs nicht reicht, zahlt für das Jahresabo knapp 80 Euro.




Achtsamkeits-Apps im Vergleich: Das Bild zeigt das Logo der Meditations-App insight timer.

© InsightTimer

Insight-Timer

Bei dem Namen dieser Alternative könnte man meinen, es handelt sich um eine Eier-Uhr oder einen Wecker im modernen Design. Doch Insight Timer besitzt tatsächlich die größte Mediathek an geführten Entspannungsübungen – und alle sind kostenlos. Die unterschiedlichen Meditationen werden sowohl von namhaften Achtsamkeits-Profis, als auch von weniger bekannten Meditationsleitern geführt. Spannend ist die Weltkarte, auf der man sieht, wie viele Menschen weltweit die App gerade nutzen. Teilweise sieht man Profilbilder und die Heimatstadt – ob man selbst gesehen werden möchte, kann man in den Einstellungen festlegen. Es gibt zudem die Möglichkeit, Freundschafts-Anfragen und Nachrichten zu verschicken. Außerdem lassen sich Gruppen gründen, um sich zum gemeinsamen Meditieren im echten Leben zu verabreden, ein richtiges Achtsamkeits-Netzwerk quasi.


Fazit: Achtsamkeits-Apps im Vergleich

Jeder Anbieter hat seine ganz eigenen Schwerpunkte. Generell eignen sich alle getesteten Apps dazu, den Einstieg in Achtsamkeit und Meditation zu finden. Je nachdem, welche App-Nutzeroberfläche einem mehr zusagt, und welche Stimme man als angenehmer empfindet, findet jeder eine passende App, um sich eine kleine Auszeit zu nehmen. Ob sie bereit sind, dabei zur Brieftasche zu greifen, sollten alle Smartphone-Nutzer selbst entscheiden. Unser Tipp: Testen Sie die Grundlagen-Kurse der Basis-Versionen und entscheiden Sie sich anschließend, welche App Ihnen am besten gefällt. Bleiben Sie dann mit täglichen, kleinen Übungen am Ball.

Viele Menschen kämpfen heute mit Belastungsstörungen. Resilienz – die psychische Widerstandskraft – hilft damit umzugehen. Lesen Sie hier das Interview mit der Biochemikerin Dr. Christina Berndt.
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